FC Sandersdorf – FSV Pfaffenhofen 0:3

 

Unnötige Sandersdorfer Heimniederlage mit 0:3 sogar noch deutlich
Im Duell zweiter gleichwertiger Mannschaften entschied Cleverness für Pfaffenhofen

Sandersdorf (bid) Klar mit 3:0 siegte der FSV Pfaffenhofen beim FC Sandersdorf. Eine eindeutige Angelegenheit, könnte man meinen. Aber es war ein Duell auf Augenhöhe, in dem die Gäste ihre Chancen nützten und mit einem Doppelschlag kurz nach der Pause die Partie entschieden. Der dritte Treffer in der Schlusssekunde war da nur noch zu hohe Zugabe.

 

 

 

Vornehmlich in der ersten Halbzeit war es eine gute Kreisliga-Partie, die Sandersdorfer zeigten sich spielfreudig und waren in dieser Phase sogar die bessere Elf. Die Hallertauer konnten froh sein, dass sie zur Pause nicht zurück lagen. In der Verfassung, in der sie sich bis dato der als Aufstiegsaspirant gehandelte FSV präsentierte, wäre es fraglich gewesen, ob er dann nochmals ins Spiel zurückgekommen wäre. Die Angriffe des Teams um Spielertrainer Andreas Edelmann wurden zeitig abgefangen (Torschütze vom Dienst Stefan Humbach wurde sogar zur Pause ausgewechselt) und konnte man Torhüter Christian Bork danken, dass man mit dem glücklichen torlosen Stand in die Pause gehen konnte. So parierte dieser glänzend einen Schuss von Dominik Lintl und kurz vor dem Wechsel konnte er ebenfalls abwehren, als FCS-Spielertrainer Giovanni Mele alleine auf ihn zusteuerte.

 

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit schien sich die Überlegenheit fortzusetzen – und auch, dass man an diesem Tag keine Chancen verwerten konnte. Nach einer schönen Kombination über die rechte Angriffsseite spielte Lintl zu Manuel Recum, der aus acht Metern freistehend das Leder direkt aus der Drehung nahm, aber nicht genügend Duck hinter den Schuss brachte, so dass Bork wieder parierte. Ein Doppelschlag in der 52. und 54. Minute wirkte dann wie ein plötzlicher Blitz aus dem heiteren Herbstnachmittagshimmel und entsprach keinesfalls dem Spielverlauf. Zwei unnötige Treffer zudem. In der 52. Minute schossen die Gäste aufs FCS-Tor, beim direkten Schuss stand Alexander Pöckl im Abseits. Als der Abpraller dann bei ihm landete, war es noch keine neue Spielsituation. Was diesen natürlich weniger kümmerte, Pöckl schoss aus kurzer Entfernung ein. Den nächsten Tiefschlag hatten sich die Schambachtaler selbst zuzuschreiben. Auf der linken Abwehrseite hatte man das Leder weitgehend unter Kontrolle. Trotzdem kam es zu einem „Gestochere“, wurde von zwei Akteuren anfängerhaft der Ball verloren. Der Gästestürmer sagte „danke“ und vor allem wiederum Pöckl, der dessen Zuspiel zum 2:0 ins lange Eck drückte.
Diese plötzliche Wende gab den Gästen natürlich Selbstsicherheit, bei den Sandersdorfern war der Spielfluss weitgehend dahin. Der Wille war weiterhin da, aber auch eine zunehmende Unsicherheit. Zwar kam man noch zu einigen guten Chancen, teils nach schönen Kombinationen, aber auch Riedl und Sebastian Rott scheiterten am sicheren Gästeschlussmann, ein Schlenzer von Mele strich um Millimeter vorbei. Um diese Zeit, um die 75. Minute herum, ein Anschlusstreffer, dann wäre zumindest ein Punkt noch möglich gewesen. Unverdient gewesen wäre er nicht. Die Gäste hatten aber nach schnellen Gegenangriffen nicht weniger Chancen. Vor allem als nach einem Querpass ein Stürmer alleine vor Stefan Mayer zu lässig abschließen wollte und der FCS-Torhüter mit einer Glanzparade abwehrte. Das 3:0 in der Schlusssekunde durch den zur Pause eingewechselten Thomas Edelmann war dann fast nur noch Randnotiz.
„Pfaffenhofen war nicht besser, hat aber die Chancen genutzt“ meinte dann Fußballabteilungsleiter Michael Weiß nicht zu unrecht. Spielertrainer Giovanni Mele war mit der Leistung zufrieden, bis zum Doppelschlag: „Wir haben bis dorthin gut gespielt, der Führungstreffer war meiner Meinung nach Abseits.“ Dann habe man es nicht mehr geschafft, die Gäste unter Druck zu setzen.     

FCS: Mayer, Andreas Winkler, Benedikt Trezka, Fehlner, Christian Winkler, Kargl, Mele, Lintl, Recum, Daum, Riedl. Eingewechselt: Amberger, Sebastian Rott.

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